Kinderentwicklung





Die Entwicklung eines Kindes ab dem Säuglingsalter

Als Säuglinge werden Kinder im Alter zwischen der Geburt und dem ersten Lebensjahr bezeichnet. Ab dem zweiten bis zum einschließlich fünften Lebensjahr wird ein Kind als Kleinkind bezeichnet. In dieser Zeit lernt das Kind seine soziale und kulturelle Umwelt kennen.

Es beginnt zu entdecken und erlernt motorische Fähigkeiten. Ab etwa dem ersten Geburtstag beginnen die Kinder nun auch mit ihren ersten Gehversuchen. Im Kleinkindalter kommen sie in die Phase der sogenannten "ersten Fülle", was bedeutet, dass sich das Längenwachstum verlangsamt und Muskeln sowie Fett angelagert werden. Arme und Beine scheinen nun im Verhältnis zum restlichen Körper sehr kurz und auch der Kopf wirkt im Verhältnis zum Rumpf sehr groß (Proportion Kopf : Körper = 1 : 5).

Die Knochen und das gesamte Skelett werden fester und stabiler, so dass bessere Motorik und sicherere Fortbewegung möglich sind. Das Erlernen des Laufens stellt das Kind vor eine recht große Aufgabe und ist ein sehr großer und wichtiger Schritt für seine weitere Entwicklung.

Auch in der Entwicklung des Denkens kommt das Kleinkind nun schnell voran. Diese Kinderentwicklung erstreckt sich vom zuerst vom anschaulich-handelnden Denken in situativen aktuellen Bedingungen, eine zunehmend auf Vorstellungen beruhendes bildhaft-anschauliches Denken bis zu einem urteilenden-vorausschauenden Denken.

Auch ein daraus resultierender Egozentrismus des Kindes ist durchaus normal und verschwindet nach einer Weile wieder. Dieser tritt sowohl in der Wahrnehmung, als auch in dem Handeln des Kindes auf. Verbunden mit der Entwicklung des Denkens sind auch die Entwicklung der Sprache, des Spiels und der sozialen Beziehungen.

Die Entwicklung des Wortschatzes des Kleinkindes lässt sich in drei Stufen einteilen: Früher Worterwerb, das heißt: assoziative Verknüpfungen im sozial- interaktiven Lernkontext (ab dem zehnten Lebensmonat).

Bennenungsexploration, das heißt: schnelles erlernen von Wörtern von objekten und deren Merkmale und zugleich Beginnn der produktiven Grammatik. Ab vier Jahren beherrschen die Kinder dann die wichtigsten Bausteine Ihrer Muttersprache.

Auch das Zeichnen und Malen ist in dieser Phase eine sehr auffällige Entwicklungsstufe. Aus anfänglichen Kritzeleien werden Formen, Figuren, schließlich Tiere und Menschen. Das gemalte wird immer diferenzierter und ausgeprägter. Die sich entwickelnde Spielhandelsstruktur von Kindern lässt sich auch über Kulturen hinweg genau einteilen.

Ab etwa dem ersten Lebensjahr beginnt das Kleinkind mit dem so genannten Symbolspiel, also mit dem Spiel mit Spielzeug, welches im Kleinkindalter bis hin zum Vorschulalter dominiert. Das Spielen mit anderen Kindern (Rollenspiel) ist bei dreijährigen Kindern so gut wie gar nicht zu beobachten, bei Kindern mit vier Jahren schon sehr viel mehr.

Die sozialen Beziehungen beschränken sich zuerst nur auf eine Eltern- Kind- Beziehung, doch nun treten vermehrt auch Kind- Kind Beziehungen auf, was auch durch Kinderkrippe und Kindergarten gefördert wird. Das Kind knüpft erste Kontakte und Freundschaften, muss lernen sich in eine Gruppe einzufügen, sich auch mal gegenüber anderen durchzusetzen. Dies trägt natürlich auch zum sammeln neuer Erfahrungen und auch zur individuellen Ausprägung der Persönlichkeit bei.

TIPP: Denken sie bitte daran ihre Wohnung mit Türschutzgitter bzw. Treppenschutzgitter für Kinder sicher einzurichten!

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