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Kaum eine Frau kommt ohne Beschwerden in der Schwangerschaft aus. Gegen Übelkeit und Co. können Hausmittel und natürliche Heilmittel helfen. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt über ihre Probleme, der kann Ihnen sagen, welche Helfer Sie bedenkenlos einsetzen können, ohne dem Kind zu schaden.
Viele Frauen plagen sich während der Schwangerschaft mit Blasenentzündungen und Infektionen im Harnwegsbereich. Sollten Sie Anzeichen einer solchen Infektion verspüren, suchen Sie Ihren Arzt auf. Zu den Vorboten einer solchen Infektion gehören Schmerzen beim Wasserlassen und ein häufiger Harndrang. Da die Keime den Gebärmutterhals hinaufwandern können, kann sich die Infektion auf das Kind übertragen und eine Frühgeburt oder ein vorzeitiger Blasensprung können die Folge sein.
Auch der Verdauungstrakt ist ein häufiger Problemfall für Schwangere. Blähungen und Verstopfungen können durch einen ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr verhindert werden. Auch Bewegung kann solchen Problemen vorbeugen. Auf Abführmittel sollten Schwangere auf jeden Fall verzichten.
Oftmals haben werdende Mütter auch mit Wassereinlagerungen zu kämpfen. Geschwollene Finger, Beine und Füße sind gerade bei warmem Wetter keine Seltenheit. Wechselbäder können hier vorbeugend wirken und auch Massagen und kühlende Gels bieten hier Abhilfe. Zumeist sind die Wassereinlagerungen harmlos. Doch wenn bei der Vorsorgeuntersuchung weitere Faktoren wie Eiweiß im Urin und ein zu hoher Blutdruck festgestellt werden, können dies Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung sein.
Da die Brust in der Schwangerschaft wächst, verspüren viele Frauen Spannungsgefühle. Ein guter BH und das regelmäßige Eincremen der Brust helfen dabei, diese Schmerzen zu lindern.
Wenn die Frau an Bauch und Brust zunimmt stellt dies auch den Rücken auf eine Belastungsprobe. Entlastung bieten hier Rückenschwimmen, sanfte Massagen und flache Schuhe. Vermeiden Sie langes Stehen und schweres Heben.
Wenn sie während der Schwangerschaft Krampfadern bekommen, besteht ein erhöhtes Risiko an Venenentzündungen oder Thrombosen zu erkranken. Bewegung und Wechselbäder können hier vorbeugend helfen.
Weil ihr Körper während der Schwangerschaft hormonelle Veränderungen durchmacht, werden Schwangere gerade zu Beginn häufig von Müdigkeits- und Erschöpfungsgefühlen geplagt. Grund dafür sind Eisenmangel und Blutdruckabfall. Sie sollten sich hier mehr Zeit zum Ausruhen gönnen. In den letzten Phasen der Schwangerschaft, gerade wenn der Bauch mehr und mehr wächst ist oft das Gegenteil der Fall und die Frauen leiden unter Schlaflosigkeit. Heiße Milch mit Honig und entspannende Bäder können hier Wunder wirken.
Die wohl häufigste Nebenwirkung einer Schwangerschaft ist die Übelkeit. Sie tritt vor allem in der ersten Phase auf. Hier gibt es einige Hausmittel, wie zum Beispiel schon vor dem Aufstehen morgens eine Scheibe Zwieback zu essen oder Ingwer- und Pfefferminztee in kleinen Schlücken zu trinken.
Schwerwiegender als die Beschwerden, die in der Schwangerschaft auftreten können, sind die Komplikationen, die unter Umständen die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden. Blutungen sollten beispielsweise immer ernst genommen werden. Selbst bei geringer Blutmenge sollten Sie ihren Frauenarzt aufsuchen. Zwar sind die schmerzlosen Schmierblutungen meistens harmlos, sie können aber in Einzelfällen Warnzeichen für ernsthafte Komplikationen sein.
Eine weitere Störung, die während der Schwangerschaft auftreten kann, ist die Schwangerschaftsdiabetes. Sie kann der Vorbote für andere Komplikationen sein und sollte deshalb mit besonderer Sorgfalt untersucht werden. In leichten Fällen wird die Schwangerschaftsdiabetes mit kalorienreduzierter Nahrung, Bewegung und leichten Mahlzeiten kuriert. In schwereren Fällen wird sie mit Insulin behandelt. Die Diabetes vergeht zumeist mit dem Ende der Schwangerschaft von alleine.
Auch die so genannte Gestose, eine Stoffwechselstörung, die während der Schwangerschaft auftreten kann, kann zu Komplikationen führen. Erhöhter Blutdruck, Eiweiß im Urin und massive Wassereinlagerungen können Anzeichen für diese Schwangerschaftsvergiftung sein. Die Ursachen für diese Komplikation sind noch nicht hinreichend bekannt. Hier heißt es: Stress vermeiden, Bettruhe einhalten, gesunde Ernährung und blutdrucksenkende Medikamente einnehmen. In schweren Fällen muss die Frau stationär im Krankenhaus behandelt werden.
Manchmal besteht auch eine Unverträglichkeit zwischen den Blutgruppen von Mutter und Kind. Frauen, die Rhesusfaktor negativ sind und deren Partner Rhesusfaktor positiv ist, laufen der Gefahr ein Kind mit einem positiven Rhesusfaktor zu gebären. Gerade bei späten Schwangerschaften ist dies ein Risikofaktor. Müttern mit diesem Risiko werden deshalb in der 28. bis 30.Woche Anti-D-Antikörper gespritzt um Probleme zu vermeiden.
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