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Ein Baby zeigt die Bereitschaft zur Beikost ca. ab dem 6. – 9. Monat. Dies erkennt man, wenn der Zungenstoßreflex feste Nahrung nicht mehr automatisch zurückweist und so gut wie verschwunden ist.
Außerdem zeigt Ihr Baby selbst Interesse an fester Nahrung, greift danach und führt diese selbst zum Mund. Zu dieser Zeit beginnt auch ein gesteigertes Stillbedürfnis, dass nicht auf Wachstumsschübe, Zahnen oder Erkrankungen zurückzuführen ist.
Wenn Sie anfangen Ihrem Kind Beikost zu geben, heißt das aber nicht, dass Sie sofort beginnen müssen abzustillen.
Das Stillen bietet weit über die 6 – 9 Monate hinaus viele Vorteile für Ihr Kind. Wenn Ihr Kind den Zeitpunkt des Abstillens selbst bestimmen darf, so dauert das oft bis nach dem 2. Lebensjahr. Ein Kind würde wahrscheinlich die Vorzüge des Stillens noch viel länger in Anspruch nehmen, wenn dies das Schamgefühl zulassen würde.
Freiwillig die Muttermilch abzulehnen vor dem 2. Lebensjahr, kommt so gut wie nie vor. Es wird daher empfohlen, mindestens 6 Monate voll zu stillen und das Teilstillen bis mindestens zum 2. Lebensjahr weiterzuführen, solange Mutter und Kind dies wollen.
Beim abstillen sollten Sie vermeiden zu hastig an die Sache heran zu gehen. Langsam, schon fast schleichend sollten Sie es ausklingen lassen.
Verlustängste beim Säugling und Probleme wie Milchstau bei der Mutter können damit verhindert, bzw. vermindert werden. Beim von der Mutter eingeleiteten Abstillen sollte man über Wochen hinweg eine Stillmahlzeit nach der anderen durch eine Beikostmahlzeit ersetzt werden. Das kann durch eine Folgemilch aus der Flasche sein oder durch Brei, je nach Alter des Kindes.
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