Grifftechniken / Positionen beim Stillen





Wichtig ist es beim Stillen immer die richtige Position zu finden, denn nur so ist ein optimales Zusammenspiel zwischen Mutter und Kinde gewährleistet.
Die falsche Platzierung Ihres Kindes könnte unter Umständen zu einem falschen Trinkverhalten führen und dabei die Brustwarzen stark strapazieren und eine Brustentzündung hervorrufen, was sehr schmerzhaft ist und das Stillen unnötig erschwert.
Die empfindlichen Brustwarzen können Sie ideal vor den ersten Zähnchen schützen, in dem Sie mit sogenannten Brusthütchen stillen. Sie sind meist aus dünnem Silikon und passen sich individuell Ihrer Brustwarzenform an und halten sich durch kleine Noppen an der Haut fest.
Für schmerzende und entzündete Brustwarzen gibt es eine spezielle Brustwarzensalbe, die meist auch vor dem Stillen nicht abgewaschen werden muss.
Besser noch eignet sich allerdings auch etwas von der Muttermilch zusammen mit ein wenig Speichel vom Kind an der Brustwarze ein zu massieren. Das ist das natürlichste Heil- und Hilfsmittel gegen stark beanspruchte Brustwarzen.

Wichtig für die richtige Lage zwischen Mutter und Kind ist schon die Umgebung. Es sollte möglichst ruhig und stressfrei sein, denn nur so können sich Beide auf das Wesentliche konzentrieren und diese Zeit auch genießen.
Sollten noch mehrere Kinder im Haushalt leben, sollten sie sich vorher schon mit diesen beschäftigt haben und gut erklären das die Mama und das Neugeborene jetzt Zeit für sich brauchen. Machen sie verständlich dass Sie sie trotzdem genauso lieb haben aber das Baby noch Ihre Hilfe braucht.
Vor dem Stillen tut es gut erst einmal selbst zu entspannen und ein paar Mal tief durchzuatmen. Sie können dabei die Augen schließen und an etwas beruhigendes denken – Urlaub, Sonne, Strand, Meer, eine einsame Insel, eine Massage, eine Yogastunde, etc. was Ihnen am liebsten ist .

Stellen Sie sich bevor Sie mit dem Stillen beginnen etwas zu trinken in greifbare Nähe bereit, denn nur wer selbst genug Flüssigkeit zu sich nimmt, produziert auch die ausreichende Menge an Muttermilch.

Beim Anlegen des Säuglings im klassischen Wiegegriff sollte man auch besonders bei Neugeborenen darauf achten, dass das Gesicht vollkommen der Höhe der Brustwarze der Mutter zugewandt liegt.
Sie sollten dabei entspannt sitzen und wenn nötig auch Hilfsmittel verwenden wie z.b. Armlehne, Stuhl oder ein Kissen. Natürlich gibt es viele Positionen in denen gestillt werden kann, wie auch im Stehen oder Liegen zum Beispiel.

Der Rückengriff: dies bedeutet, dass die Beinchen des Kindes dem Rücken der Mutter zugewandt sind. Ein sogenanntes Stillkissen kann diese Position positiv unterstützen.

Der Kreuzgriff: Halten Sie den Kopf Ihres Säuglings nicht mit der Armbeuge, sondern vertauschen Sie Ihre Arme, das heißt, wenn Sie die rechte Brust nehmen, halten Sie ihr Kind mit dem linken Arm und drehen es so, dass Gesicht und Bauch in Ihre Richtung zeigen. Greifen Sie mit der Hand um den Hinterkopf und führen Sie den Mund des Babys zu Ihrer Brust.

Die Seitenlage: Um in der Seitenlage zu stillen, ist es am Besten, man nimmt sich ein paar Kissen zu Hilfe, die zum Beispiel den Rücken, den Kopf und angewinkelte Knie stützen. Ziehen Sie ihr Baby nah an sich heran und halten mit dem oben liegenden Arm das Köpfchen. Damit Ihr Liebling sich nicht zur Brust strecken muss und sie sich nicht vorlehnen müssen. Legen Sie am Besten eine gefaltete Decke unter den Kopf des Babys. So kann man die entsprechende Position erleichtern.

Um entspannt zu stillen, trauen Sie sich die Positionen zu wechseln und zu experimentieren was für Sie und Ihr Baby das Beste ist. Es gibt keine Pauschallösung!