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Ein Risiko, dass das Stillen nicht möglich oder nur eingeschränkt möglich ist, besteht in den wenigsten Fällen, die Quote liegt unter 5%. Bei solchen Problemen kann sich die stillende Mutter an eine Hebamme oder eine Stillberaterin wenden. In Deutschland hat man in der gesamten Stillzeit den Anspruch kostenlos eine Hebamme zu Hilfe zu nehmen.
Das größte Risiko nicht stillen zu können geht man durch Falsch- bzw. Mangelinformationen ein.
Ein Stillhindernis kann auch fehlende Unterstützung des Partners oder der fehlende Wille von einem selbst sein. Man sollte sich auf keinen Fall abschrecken lassen von den anfänglichen Schmerzen in den Brustwarzen.
Sollten sich diese Schmerzen aber nicht in den ersten Tagen wieder selbst regulieren, könnte dies an einem angewachsenen Zungenbändchen beim Säugling liegen. Hier kann eine Durchtrennung des Zungenbändchens Abhilfe schaffen.
Häufig funktioniert das Stillen nicht, wenn das Baby nach Plan essen muss. Beim Stillen kommt es doch oft vor, dass der Vorgang unterbrochen und später wieder aufgenommen werden muss. Sie brauchen viel Ruhe und Geduld, der Rhythmus kommt mit der Zeit ganz von alleine.
Impfungen sind während der Stillzeit im Allgemeinen bedenkenlos durchführbar, jedoch befragen Sie hierzu vorab Ihren Arzt.
Weitere Risikofaktoren in der Stillzeit sind:
Alkohol: Stillen und Alkohol passen grundsätzlich nicht zusammen, daher sollten Sie weitestgehend auf Alkohol während der Stillzeit verzichten. Dies ist ein sogenanntes STILLVERBOT!
Denn alles was Sie zu sich nehmen, kann auf Ihr Kind übertragen werden. Alkohol geht direkt in das Blut und wird im ganzen Körper verteilt. Alkohol ist ein Körpergift und dauert sehr lange bis es wieder abgebaut ist (ca. 1 Stunde Schlaf pro 0.01 Promille).
Wenn trotzdem nicht verzichtet werden kann, sollten Sie darauf achten, dass Sie direkt nach dem Stillen ein kleines Gläschen Wein oder Sekt zu sich nehmen, so dass bis zum nächsten Stillen ausreichend Zeit vergeht und der Alkohol schon wieder ein bisschen abgebaut wurde.
Bier soll angeblich sehr gut für die Milchbildung sein, da es allerdings auch Alkohol ist, sollte man auch darauf besser verzichten.
Eine gute Alternative bietet hier das Malzbier. Es hat die gleiche positive Wirkung und ist alkoholfrei.
Kaffee und Tee sollten in der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit stark reduziert werden da das Koffein die Nahrung negativ beeinträchtigt. In der Schwangerschaft kommen viele Frauen Ihrer Verantwortung nach und verzichten auf das Rauchen, denn dies sollte man wie bekannt, in der Schwangerschaft zumindest weitgehend einstellen. Umso größer ist das Risiko, nach der Schwangerschaft wieder anzufangen, da man denkt, dem Kind dann damit nicht mehr schaden zu können. Doch das Rauchen stellt auch während der Stillzeit eine große Gefahr dar, sowohl das passive wie auch das aktive Rauchen ist nach wie vor gesundheitsschädlich für das Baby.
Nikotin und weitere im Tabak enthaltene Schadstoffe gelangen in die Muttermilch und werden so auf das Baby übertragen. Nikotin baut sich sehr langsam ab, nach ca. 1 ½ Stunde ist gerade mal die Hälfte des Nikotins aus einer Zigarette aus dem Blut abgebaut. Entsprechend lange dauert es bis es komplett abgebaut ist, daher lässt sich das Rauchen nicht mit einer Stillperiode vereinbaren.
Es wird empfohlen, wenn man gar nicht auf das Rauchen verzichten kann, die Zigarettenmenge auf das Minimum einzugrenzen und immer nur direkt nach dem Stillen zu rauchen, so dass ein Teil des Nikotins bereits abgebaut ist, bis das Baby das nächste Mal gestillt wird.
Piercings: Ein Brustpiercing sollte stets gut und hygienisch gepflegt werden. Wenn beim Stechen keine Fehler gemacht wurden ist es kein Problem zu stillen. Das Piercing sollte aber vor dem Stillen abgenommen werden, da es sonst von dem Baby verschluckt werden könnte oder es beim Trinken behindert werden könnte.
Bei Symptomen wie Kopfschmerzen, sollte man vielleicht erst einmal nach den Ursachen suchen bevor man zu Medikamenten greift.
Oftmals bekämpft man diese Schmerzen mit essen, denn Hunger kann Kopfschmerzen auslösen. Wenn das nicht hilft, ist eine Paracetamol für die meisten Frauen unbedenklich, doch sollten sie bei Medikamenten immer einen Arzt um Rat bitten. Wer ganz auf chemische Medikamente verzichten möchte, findet in der Homöopathie sehr gute Hilfsmittel.
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